In der Schweiz ist das Glücksspiel um einiges strenger geregelt als in vielen anderen Ländern – besonders bei Spielautomaten, die in der Öffentlichkeit oft als „Zet“ oder „Zet-Kasino“ bekannt sind. Während traditionelle Casinos wie das zet hauptseite unter strengen Auflagen stehen, gibt es eine Reihe von Anpassungen und Kontroversen, die die Branche prägen. Die Schweiz hat zwar keine offiziellen „Zet“-Casinos im klassischen Sinne, doch die Spielautomaten in öffentlichen Räumen, wie in Bars, Restaurants oder sogar in Supermärkten, werden oft unter dem Begriff „Zet“ oder „Automatenspiel“ diskutiert. Die Debatte um deren Regulierung ist komplex und betrifft sowohl die Wirtschaft als auch die öffentliche Gesundheit.
Laut dem Bundesamt für Justiz (BJ) sind Spielautomaten in der Schweiz seit 2019 stark eingeschränkt worden. Seitdem dürfen sie nur noch in ausgewiesenen „Spielautomatenbereichen“ (SAB) betrieben werden, die von den Kantonen genehmigt werden müssen. Diese Bereiche müssen bestimmte Sicherheitsstandards erfüllen, darunter regelmäßige Kontrollen durch die kantonalen Glücksspielbehörden. Die Schweiz hat damit eine der strengsten Regulierungen Europas – im Vergleich zu Ländern wie Deutschland oder Frankreich, wo Spielautomaten in Läden weitaus freier installiert werden dürfen. Diese Verschärfung folgte auf Studien, die eine steigende Suchtgefahr durch exzessives Automaten-Spiel dokumentierten.
Ein zentraler Streitpunkt ist die Frage, ob Spielautomaten überhaupt als „Glücksspiel“ im Sinne des Glücksspielgesetzes gelten. Während die Behörden argumentieren, dass sie unter die Definition fallen, bestreiten viele Betreiber, dass sie ein „Glücksspiel“ im klassischen Sinne darstellen – da sie oft als „Spielautomaten“ oder „Würfelautomaten“ vermarktet werden. Dies führt zu juristischen Grauzonen, in denen einige Betreiber ihre Automaten als „Würfelmaschinen“ oder „Lottospielautomaten“ klassifizieren, um die strengen Auflagen zu umgehen. Die Kantone haben zwar versucht, diese Lücken zu schließen, doch die Praxis zeigt, dass einige Automaten weiterhin in nicht genehmigten Räumen aufgestellt werden.
Die wirtschaftliche Bedeutung der Spielautomatenbranche ist jedoch nicht zu unterschätzen. Laut einer Studie des Schweizerischen Spielautomatenverbandes (SVSA) generierten die Automaten in öffentlichen Räumen 2022 rund 2,3 Milliarden Franken Umsatz – ein Anstieg von über 15 % gegenüber dem Vorjahr. Besonders profitabel sind Automaten in Touristenorten wie Zürich, Genf oder den Alpenregionen, wo sie als „kleines Spiel“ für Gäste dienen. Doch während die Wirtschaftseffekte oft betont werden, bleibt die Suchtgefahr ein zentrales Thema. Die Kantone wie Zürich oder Genf haben daher in den letzten Jahren verstärkt auf Präventionskampagnen gesetzt, etwa mit Aufklärungskampagnen für Jugendliche oder regelmäßigen Kontrollen in Spielautomatenbereichen.
Ein weiterer spannender Aspekt ist die Rolle der Digitalisierung. Seit der Pandemie haben viele Spielautomatenbetreiber ihre Angebote online ausgebaut, um auch in Zeiten von Lockdowns Geld zu verdienen. Doch auch hier gibt es strenge Regeln: Glücksspielanbieter müssen eine Lizenz beim Bundesamt für Justiz beantragen, und Online-Spielautomaten müssen bestimmte Sicherheitsstandards erfüllen. Einige Kantone, wie Basel-Stadt, haben sogar gesperrt, dass Spielautomaten in öffentlichen Räumen mit Online-Angeboten kombiniert werden dürfen. Dies zeigt, wie die Regulierung immer wieder an die neuen Entwicklungen angepasst wird.
Zusammenfassend bleibt die Debatte um Spielautomaten in der Schweiz ein Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichem Interesse, gesundheitlichen Risiken und rechtlichen Vorgaben. Während einige Kantone wie Zürich oder Genf besonders streng vorgehen, gibt es andere, wie Aargau oder Graubünden, die eine lockereere Haltung einnehmen. Die Zukunft wird zeigen, ob die Schweiz ihre Regulierung weiter verschärfen wird oder ob es zu einer Kompromisslösung kommen wird, die sowohl die Wirtschaft als auch die öffentliche Gesundheit schützt.
- Seit 2019 dürfen Spielautomaten nur noch in kantonal genehmigten „Spielautomatenbereichen“ (SAB) aufgestellt werden.
- 2022 generierten Automaten in öffentlichen Räumen rund 2,3 Milliarden Franken Umsatz.
- Die Schweiz hat eine der strengsten Glücksspielregulierungen Europas.
- Kantone wie Zürich und Genf setzen verstärkt auf Präventionskampagnen gegen Sucht.
- Online-Spielautomaten müssen eine Lizenz beim Bundesamt für Justiz erhalten.

